Ein Abend über Clara & Robert Schumann mit
Dominique Horwitz, Rezitation und Ragna Schirmer, Klavier
"Ich möchte lachen vor Todesschmerz" schrieb der "in seinen heiligsten Gefühlen gekränkte" Robert Schumann an "seine", gerade 18 Jahre alt gewordene Freundin Clara am 18. September 1837, nachdem ein Heiratsantrag vom Vater Friedrich Wieck abgelehnt worden war. Es ist nur ein Auszug aus dem Briefwechsel der Liebenden, der an diesem Abend von Schauspieler Dominique Horwitz vorgetragen wird. Eingeschränkt auf Schumanns Beziehung zu Clara Wieck bis zur Geburt der Tochter Marie 1841 geben die gewählten Texte vor allem einen intimen Einblick in Robert Schumanns widersprüchliche Persönlichkeit: ein charmant und fantasievoll, beharrlich werbender Liebhaber, ein Selbstzweifler mit sensibler Gesundheit, ein ironisch scharfer Analytiker, der sich vor einer zu eigenen Entscheidungen fähigen Ehefrau fürchtet, ihr immer wieder den Traum einer treusorgenden, bürgerlichen Lebensgemeinschaft ausmalt. Im Verlaufe des Abends wird die Vorstellung des Seelen- und Alltagslebens der Schumanns immer plastischer, Ragna Schirmer am Klavier vervollständigt schließlich mit Werken Clara und Robert Schumanns und Chopins das Bild.
Robert Schumann:
Variation IV op. posth. aus "Symphonische Etüden" op. 13 (1834)
"Papillons" op. 2 Nr.1, 2, 4, 5 und 7 (1829-1831) aus den Etüden WoO 31 Nr. 3
Variation 6 und 9 aus "Symphonische Etüden" op. 13
Clara Schumann:
Auszüge aus "Variationen über ein Thema von Robert Schumann" op. 20 (1853)
Robert Schumann:
Variation 4, 7, Finale aus "Symphonische Etüden" op. 13
"Eintritt" aus "Waldszenen" op. 82 (1848/1849)
aus den Etüden WoO 31 Nr. A2, A3, B5
Clara Schumann:
Scherzo c-Moll op. 10 (1838)
Frédéric Chopin:
Etüde op. 10 Nr. 4 cis-Moll (1829-1832)
Robert Schumann:
"Verrufene Stelle" aus "Waldszenen" op. 82 (1848/1849)
Variation IV op. posth. aus "Symphonische Etüden" op. 13
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